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Flesch · Wiener Sachtextformel

Lesbarkeits-Check: Wie leicht liest sich Ihr Text?

Fügen Sie einen Text ein und sehen Sie den Flesch-Wert, die Wiener Sachtextformel, die Satzlänge, lange Wörter, mögliche Passiv-Sätze und Füllwörter. Alles wird in Ihrem Browser berechnet.

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Wissen

Lesbarkeit messen: Was Flesch-Index und Wiener Sachtextformel zeigen

Lesbarkeitsformeln schätzen die Schwierigkeit eines Textes aus zwei Größen: Wie lang sind die Sätze, wie lang die Wörter. Die deutsche Flesch-Formel nach Amstad liefert 0 bis 100 (höher ist leichter, 60 bis 70 gilt als „mittel“); die Wiener Sachtextformel ergibt ungefähr eine Schulstufe von 4 bis 15. Inhalt, Aufbau und Tonfall bewerten sie nicht.

Die Formeln im Überblick

Flesch (deutsch, Amstad 1978)

180 − ASL − 58,5 × ASW

ASL = Wörter pro Satz, ASW = Silben pro Wort. 0–100, höher ist leichter.

Flesch (englisch, 1948)

206,835 − 1,015 × ASL − 84,6 × ASW

Dieselben Größen, für Englisch gewichtet. Hier für englische Texte verwendet.

1. Wiener Sachtextformel (1984)

0,1935 MS + 0,1672 SL + 0,1297 IW − 0,0327 ES − 0,875

MS = % Wörter mit 3+ Silben, SL = Wörter pro Satz, IW = % Wörter über 6 Buchstaben, ES = % einsilbige Wörter.

Website-Texte leichter lesbar machen

  1. 1.Lange Sätze teilen: eine Aussage pro Satz. Der Check zeigt die längsten.
  2. 2.Lange Hauptwörter durch Verben ersetzen: „beantragen“ statt „die Einreichung eines Antrags“.
  3. 3.Sagen, wer was tut: aktiv statt passiv, wo der Handelnde wichtig ist.
  4. 4.Füllwörter streichen, die nichts zur Aussage beitragen.
  5. 5.Die Antwort zuerst, dann die Details: Am Bildschirm lesen viele nur den Anfang eines Absatzes.

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Was der Check nicht kann

Silben werden mit einer Faustregel gezählt: Vokalgruppen, die Doppellaute ei, ie, au, eu und äu als eine Silbe, dazu einige Ausnahmen wie -lie (Familie) oder Lehnwörter wie Website. Wörter wie Museum oder Ideen können um eine Silbe abweichen. Sätze enden an Punkt, Frage- und Rufzeichen sowie an Zeilenumbrüchen; gängige Abkürzungen wie z. B. werden erkannt. Das Passiv wird mit einer Wortlisten-Heuristik gesucht und kann sich irren, etwa beim Futur. Ein guter Wert macht noch keinen guten Text: Inhalt, Aufbau und Tonfall zählen mehr.

Häufige Fragen zum Lesbarkeits-Check

Was ist der Flesch-Lesbarkeitsindex?

Ein Wert von 0 bis 100, berechnet aus der durchschnittlichen Satzlänge und der durchschnittlichen Silbenzahl pro Wort. Je höher, desto leichter. Rudolf Flesch veröffentlichte die Formel 1948 für Englisch; Toni Amstad passte sie 1978 an das Deutsche an, weil deutsche Wörter im Schnitt mehr Silben haben.

Welche Formel verwendet der Check?

Für deutsche Texte die Formel nach Amstad, 180 − ASL − 58,5 × ASW, und die erste Wiener Sachtextformel. Für englische Texte die Originalformel von Flesch, 206,835 − 1,015 × ASL − 84,6 × ASW. ASL steht für Wörter pro Satz, ASW für Silben pro Wort. Die Sprache wird grob an häufigen Wörtern erkannt; Sie können sie auch selbst festlegen.

Was sagt die Wiener Sachtextformel?

Sie wurde von Richard Bamberger und Erich Vanecek für deutschsprachige Sachtexte entwickelt. Sie verrechnet den Anteil der Wörter mit drei oder mehr Silben, die Satzlänge, den Anteil der Wörter mit mehr als sechs Buchstaben und den Anteil einsilbiger Wörter. Das Ergebnis entspricht ungefähr einer Schulstufe, von 4 (sehr leicht) bis 15 (sehr schwer).

Wie genau sind die Ergebnisse?

Die Formeln sind exakt, die Silbenzählung nicht. Der Check zählt Silben mit einer Faustregel (Vokalgruppen, übliche Doppellaute, einige Ausnahmen) und ohne Wörterbuch; einzelne Wörter können um eine Silbe abweichen. Über einen längeren Text gleichen sich die Fehler weitgehend aus. Nehmen Sie den Wert als Orientierung.

Wird mein Text irgendwohin gesendet?

Nein. Alle Berechnungen laufen in Ihrem Browser. Der Text wird an keinen Server gesendet und nicht gespeichert.

Quellen