EA Digital Solutions
ProofPass — Datenblatt-Portal mit Zustellnachweis
Individuelle Entwicklung

ProofPass — Datenblatt-Portal mit Zustellnachweis

Mandantenfähige Plattform für Sicherheitsdatenblätter und Leistungserklärungen: Versionsarchiv, QR-Code je Produkt, Zustellung mit Nachweis, API und MCP-Server.

ProofPass (EA Digital Solutions), Graz2026Laufende EntwicklungLive-Site besuchen

ProofPass ist ein eigenes Produkt der EA Digital Solutions: ein Datenblatt-Portal, über das Hersteller und Händler Sicherheitsdatenblätter, Leistungserklärungen und GPSR-Angaben an ihre Abnehmer zustellen und die Zustellung belegen. Wir haben die Plattform konzipiert, entwickelt und betreiben sie selbst, live unter proofpass.eu. Hier geht es um Architektur, Datenmodell, Schnittstellen und Betrieb.

Die Gestaltung von Oberfläche und Designsystem beschreibt die Design-Seite des Projekts bei Kalena Designs.

— Herausforderung

Nach Art. 31 Abs. 9 REACH muss eine neue Fassung eines Sicherheitsdatenblatts kostenlos an alle Abnehmer der letzten zwölf Monate gehen. Art. 36 REACH verlangt, die Informationen mindestens zehn Jahre aufzubewahren. In vielen Betrieben läuft das über Mailverteiler und Dateiordner, und später lässt sich kaum belegen, welche Fassung wann bei wem lag.

Technisch folgt daraus: Kein Dokument darf überschrieben werden, jede Zustellung braucht eine eigene, nachvollziehbare Spur, und viele Hersteller müssen auf einer Plattform sauber voneinander getrennt sein, obwohl ihre Produktseiten öffentlich sind.

— Lösungsansatz

ProofPass ist eine mandantenfähige Webanwendung: Next.js mit App Router, Payload CMS 3 als Daten- und Verwaltungsschicht, PostgreSQL bei Neon in Frankfurt, Dateien in Vercel Blob, Hosting auf Vercel in der Region Frankfurt.

Mandantentrennung

Jeder Hersteller ist ein Mandant. Herstellerlogins schreiben ausschließlich über Server Actions, die den Mandanten aus der Sitzung setzen und Zugriffsregeln nicht umgehen. Weil Produkte und Dokumente öffentlich lesbar sein müssen, prüft jede Aktion zusätzlich, ob die betroffene Zeile zum eigenen Mandanten gehört. Verweise auf andere Datensätze werden vor dem Speichern geprüft.

Versionsarchiv statt Überschreiben

Jede Fassung eines Dokuments ist eine eigene Zeile. Eine neue Fassung markiert die alte als ersetzt, nichts wird gelöscht oder überschrieben. Beim Hochladen wird ein SHA-256-Hash gespeichert; die öffentliche Echtheitsprüfung rechnet den Hash einer vorliegenden PDF im Browser und vergleicht ihn, ohne die Datei hochzuladen. Alle Daten eines Herstellers lassen sich als Prüfmappe exportieren: Der Browser baut das ZIP seitenweise, damit keine Serverantwort an ein Größenlimit stößt.

Zustellung mit Nachweis

Jede Zustellung bekommt einen persönlichen Link. Öffnen und Download werden mit Zeitpunkt gespeichert und lassen sich als CSV exportieren. Bestätigen und Abmelden funktionieren nur über einen Knopf, weil Sicherheitsscanner in Firmenpostfächern Links automatisch aufrufen. Der Versand ist je Konto und 24 Stunden begrenzt, und ohne eingerichteten Mailversand gilt eine Zustellung als fehlgeschlagen, nie als versendet.

Schnittstellen

  • QR-Code je Produkt mit einem Kurzlink, der sich nie ändert, dazu GS1 Digital Link über die GTIN.
  • REST-API v1, nur lesend, mit Bearer-Schlüsseln, von denen nur ein Hash gespeichert wird.
  • Öffentlicher MCP-Server für KI-Assistenten mit vier lesenden Werkzeugen. Er liefert nur verifizierte, aktuelle Fassungen und nennt in jeder Antwort die Quelle.
  • Einbindung per iframe, Script-Widget oder Plugin für WordPress und WooCommerce.
  • Stripe für Abos, über Checkout und Kundenportal.

Wie wir solche Anbindungen für bestehende Systeme bauen, steht auf der Seite Systemintegration.

Mehrsprachigkeit

Herstellerseiten, Widget, Produktpass und Mails an Abnehmer gibt es in 15 Sprachen. Ein automatischer Test schlägt fehl, sobald in einer Sprache ein Text fehlt. Website und Dashboard sind auf Deutsch, Englisch und Polnisch verfügbar.

KI, wo sie hilft

Ein wöchentlicher Rechtsmonitor fragt die EUR-Lex-Datenbank per SPARQL, den Amtsblatt-Feed und das österreichische RIS über deren offizielle Schnittstellen ab und ordnet Fundstücke mit Claude Haiku oder per Regel ein. Er ändert nie selbst Inhalte, sondern meldet sie der Redaktion. Die Prüfung eines Sicherheitsdatenblatts auf die Abschnitte nach Anhang II läuft dagegen ohne KI und ohne Upload im Browser.

Prozess

01

Hochladen

PDFs einzeln oder als Ordner; aus den Dateinamen entstehen Produkte. Dateien bis 50 MB gehen direkt vom Browser in den Speicher, die Anwendung übernimmt sie von dort.

02

Veröffentlichen

Jedes Produkt bekommt eine Seite mit QR-Code und Kurzlink. Indexiert wird nur, was verifiziert und nicht pausiert ist.

03

Zustellen

Eine neue Fassung geht per Mail an alle Abnehmer des Produkts, in deren Sprache, jeweils mit persönlichem Link.

04

Belegen

Versand, Öffnen und Download stehen mit Zeitpunkt im Nachweis; frühere Fassungen bleiben mit Datum im Archiv.

05

Abrufen

Shops, ERP und KI-Assistenten lesen die aktuellen Fassungen über API, MCP-Server oder das eingebettete Widget.

Ergebnisse

15

Sprachen für Herstellerseiten, Widget und Abnehmer-Mails

19

Rechtsakte, die der Rechtsmonitor jede Woche prüft

4

lesende Werkzeuge im öffentlichen MCP-Server

0

überschriebene Fassungen: jede bleibt eine eigene Zeile

Galerie

ProofPass-Beispielseite: Nachweisliste mit Zeitstempeln je Zustellung und einer als fehlgeschlagen markierten Mail
Nachweisliste: Versand, Öffnen und Download mit Zeitpunkt (Beispieldaten)
ProofPass-Dashboard mit Beispieldaten: Produktsicherheit nach Art. 19 GPSR mit fehlenden Pflichtangaben je Produkt und CSV-Export
GPSR-Pflichtangaben je Produkt, mit CSV-Export (Beispieldaten)
ProofPass-Dashboard mit Beispieldaten: QR-Codes je Produkt mit unveränderlichem Kurzlink, Download als SVG und PNG
QR-Code je Produkt, der Kurzlink ändert sich nie (Beispieldaten)
ProofPass-Dashboard mit Beispieldaten: Produktpass je Produkt mit Rechtsakt, Vollständigkeit und Status
Produktpass für Batterien, Maschinen und Funkanlagen (Beispieldaten)
ProofPass-Entwicklerseite: API v1, MCP-Server für KI-Assistenten und Einbetten per iframe oder Script im Überblick
Drei lesende Schnittstellen: API v1, MCP-Server, Einbetten
ProofPass-Echtheitsprüfung: Eine PDF wird im Browser per SHA-256 mit der hinterlegten Fassung verglichen, ohne Upload
Echtheitsprüfung per SHA-256 im Browser

Häufige Fragen

Ist ProofPass ein Kundenprojekt?

Nein. ProofPass ist ein eigenes Produkt der EA Digital Solutions e.U. in Graz. Wir haben die Plattform konzipiert, entwickelt und betreiben sie selbst. Deshalb nennen wir hier keine Kundenkennzahlen, sondern beschreiben, wie das System gebaut ist.

Wo liegen die Daten von ProofPass?

Die Datenbank ist PostgreSQL bei Neon in der Region Frankfurt (eu-central-1), die Dateien liegen in Vercel Blob in Frankfurt, die Anwendung läuft auf Vercel in der Region Frankfurt.

Wie werden die Hersteller voneinander getrennt?

Jeder Hersteller ist ein eigener Mandant. Schreibende Zugriffe laufen nur über serverseitige Aktionen, die den Mandanten aus der Sitzung setzen und zusätzlich prüfen, ob jeder betroffene Datensatz zum eigenen Mandanten gehört. Rohe Lesezugriffe über die API sind auf den eigenen Mandanten beschränkt.

Lässt sich ProofPass an Shop, ERP oder KI-Assistenten anbinden?

Ja, lesend: über die REST-API v1 mit Bearer-Schlüssel (ab Paket Start), über ein Plugin für WordPress und WooCommerce, per iframe oder Script und über einen öffentlichen MCP-Server für KI-Assistenten. Anbindungen an Ihr eigenes System bauen wir als Systemintegration.

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