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RZL-Schnittstelle: Wie Shop und ERP Daten an RZL übergeben

Adam Khalil
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RZL dokumentiert vier Wege für den Import: eigene Datenschnittstellen, Listenformen, das DATEV-Format und RZL-Konverter. Das öffentliche Handbuch, Stand November 2026, beschreibt eine Übergabe per Datei, keinen Direktzugriff. Welcher Weg passt, klären Sie zuerst mit Ihrer Kanzlei.

Kurz gesagt: RZL dokumentiert vier Wege für den Datenimport: eigene Datenschnittstellen, frei definierbare Listenformen, das DATEV-Format und RZL-Konverter. Das öffentliche Handbuch, Stand November 2026, beschreibt eine Übergabe per Datei. Eine Programmierschnittstelle für den Direktzugriff beschreibt es nicht.

Ihr Shop oder ERP erzeugt laufend Rechnungen, Ihre Kanzlei bucht in RZL, und dazwischen tippt jemand oder baut Listen um. Genau diese Übergabe automatisieren wir. Wir von EA Digital Solutions in Graz sind kein RZL-Partner, verkaufen keine RZL-Lizenzen und haben noch kein Referenzprojekt mit RZL. Dieser Beitrag fasst zusammen, was RZL selbst veröffentlicht. Wo die Unterlagen nichts sagen, schreiben wir das dazu.

Zwei Ausgangslagen: RZL im Haus oder bei der Kanzlei

RZL läuft bei Ihrer Steuerberatung. Sie arbeiten mit einem Shop oder ERP, Ihre Kanzlei bucht in RZL. Dann muss eine Datei entstehen, die die Kanzlei ohne Nacharbeit einspielen kann. Die Kanzlei entscheidet mit, welches Format sie annimmt.

RZL läuft bei Ihnen. RZL führt auch Angebote für Unternehmen, etwa FIBU Next für Unternehmen. Dann importieren Sie selbst und tragen auch die Verantwortung für Datensicherung und Fehlerkontrolle.

Ihre Entscheidung: Klären Sie, wer den Import auslöst und wer das Ergebnis kontrolliert. Davon hängt ab, wie die Übergabe gebaut werden muss.

Die vier Importwege laut RZL

Laut RZL-Handbuch können Anwender selbst oder von ihnen beauftragte Firmen Daten importieren. Die Schnittstelle für FIBU und EA wird derzeit ohne zusätzliche Kosten bereitgestellt.

WegWas RZL dazu schreibtPasst, wenn
RZL-DatenschnittstellenFür FIBU und EA unter anderem Buchungen, Salden, Personenkonten, Journalzeilen, in der FIBU auch offene PostenSie regelmäßig Buchungen aus einem eigenen System übergeben
ListenformenFrei definierbare Felder, aber nicht für Buchungen und JournalzeilenSie Stammdaten oder Salden übernehmen
DATEV-SchnittstelleNur FIBU und EA, DATEV-CSV ab Version 1.4 mit Ergänzungen von Oktober 2015. Neuere Erweiterungen garantiert RZL nichtIhr System schon einen DATEV-Export hat
RZL-KonverterRZL bietet sie unter bestimmten Voraussetzungen für Daten aus anderen Programmen anEs für Ihr Programm einen Konverter gibt

Ihre Entscheidung: Hat Ihr System einen DATEV-Export, testen Sie zuerst diesen Weg. Hat es keinen, ist eine Datei im RZL-Format meist der direktere Weg. Fragen Sie außerdem bei RZL unter import@rzl.at nach einem Konverter.

45 Minuten, kostenlos

Daten automatisch an RZL übergeben

Wir klären mit Ihnen und Ihrer Kanzlei, welcher Importweg passt und ob sich eine eigene Übergabe aus Shop oder ERP lohnt.

Was eine Importdatei erfüllen muss

Das Handbuch ist eine genaue Feldbeschreibung. Die wichtigsten Regeln in eigenen Worten:

Regel laut RZLWas das für Ihr Projekt heißt
Das Format muss exakt stimmen, sonst kann das Programm die Daten nicht lesenEine Übergabe muss die Datei vor dem Versand automatisch prüfen
ANSI-Kodierung, Felder mit Strichpunkt getrenntUmlaute und Sonderzeichen müssen umgewandelt werden, Strichpunkte dürfen nicht im Text stehen
Bruttosumme muss Netto plus Steuer ergeben, mit genannten AusnahmenRundungsdifferenzen aus dem Shop müssen vorher gelöst sein
Sammelbuchungen macht das Programm selbstSie dürfen nicht in der Datei stehen
Fehlt ein Konto, stoppt die ÜbernahmeNeue Kunden gehören als eigene Personenkonten-Datei dazu, RZL kann sie dann automatisch anlegen
Bei einer Fehlermeldung bricht die Übernahme ab, die Sicherung ist wieder einzuspielenVor jedem Import eine Datensicherung, dazu der eingebaute Probelauf
Eine Datei kann irrtümlich mehrfach importiert werdenRZL empfiehlt die Option, die Datei nach der Übernahme zu löschen. Wir verhindern doppelte Übergaben zusätzlich im eigenen System

Beim DATEV-Weg nennt ein RZL-Informationsblatt mit Stand April 2022 weitere Grenzen: Der Kontenrahmen muss sich am österreichischen Einheitskontenrahmen orientieren, Belegnummern dürfen nur aus Ziffern bestehen, höchstens 15 Stellen, und Anzahlungsbuchungen werden nicht unterstützt. Enthalten Ihre Rechnungsnummern Buchstaben, müssen sie also für diesen Weg umgewandelt werden. Ob das Blatt noch aktuell ist, klären Sie mit RZL.

Ihre Entscheidung: Sehen Sie sich Ihre letzten 100 Rechnungen an. Kommen Gutschriften, Anzahlungen, Auslandsumsätze oder Buchstaben in den Belegnummern vor, ist eine fertige Exportdatei selten genug. Dann lohnt sich eine eigene Umwandlung.

Was das Handbuch nicht beschreibt

Das Handbuch nennt keine Programmierschnittstelle, über die ein Shop Daten direkt an RZL senden könnte. Der beschriebene Ablauf startet im RZL-Programm: Jemand wählt die Datei aus, führt den Probelauf durch und übernimmt die Daten. Eine Übernahme ohne Bedienung beschreibt es nicht.

Für Ihr Projekt heißt das: Die Vorarbeit lässt sich vollständig automatisieren, also Bestellungen einsammeln, Steuerfälle zuordnen, die Datei prüfen und bereitstellen. Der Import bleibt nach den öffentlichen Unterlagen ein Arbeitsschritt in RZL. Für einen Shop mit vielen Bestellungen ist das trotzdem ein großer Gewinn, weil die Handarbeit davor wegfällt.

Ihre Entscheidung: Legen Sie fest, wie oft übergeben wird, wöchentlich oder monatlich, und bis wann der Monat vollständig sein muss. Wenn Sie einen vollautomatischen Direktweg brauchen, fragen Sie RZL, ob es das für Ihren Fall gibt, bevor Sie beauftragen.

Belege mitgeben

Das Handbuch beschreibt ein Feld Belegpfad. Darüber lassen sich Belege als PDF, JPG oder PNG zu Buchungen oder Journalzeilen mitgeben, wenn die Datei im angegebenen Ordner liegt. Damit muss die Kanzlei Rechnungen nicht separat zuordnen.

Ihre Entscheidung: Fragen Sie Ihre Kanzlei, ob sie Belege über diesen Weg möchte oder anders erhält. Das ändert den Umfang einer Übergabe merklich.

Fertige Lösung oder eigene Übergabe?

OptionWas bekannt istGrenze
Export aus dem ERPHat Ihr ERP einen DATEV-Export, kann RZL ihn laut Handbuch grundsätzlich einlesenPrüfen Sie mit Testdaten, ob die Version passt
App für den ShopDie Shopify-App BMD-Export nennt laut Anbieter ein DATEV-Format, das RZL FIBU und EA direkt importieren sollen. Bestätigt haben wir das nichtNur für Shopify, auf den Standardfall begrenzt
Modul für OdooDie Seite RZL-Schnittstelle in Odoo Apps meldet für Version 18.0, das Modul sei nicht mehr erhältlichFragen Sie einen Odoo-Betreuer nach dem aktuellen Stand
Eigene ÜbergabeWir erzeugen die Datei aus Ihren Systemen nach dem RZL-HandbuchFestpreis ab 4.500 €, Stand November 2026

Eine eigene Lösung lohnt sich vor allem dann, wenn mehrere Systeme beteiligt sind oder Ihre Steuerfälle vom Standard abweichen. Was das kostet, zeigt unser Beitrag Was kostet eine Schnittstelle.

Ihre Entscheidung: Testen Sie zuerst die günstigste Option mit einem echten Monat. Bleibt Handarbeit, sprechen Sie mit uns.

Vor dem Projekt klären

Mit Ihrer Kanzlei:

  • Klassische RZL FIBU oder FIBU Next? Welches Format nimmt die Kanzlei an?
  • Welcher Kontenplan und welche Steuerschlüssel gelten?
  • Sollen Belege mitkommen?
  • Wie oft wird übergeben?

Mit RZL (import@rzl.at):

  • Gibt es einen Konverter für Ihr Programm?
  • Was kostet die Prüfung von Testdaten? Laut RZL wird sie nach Aufwand verrechnet.

Steuerliche Erklärungen sind laut RZL nicht Teil der Beschreibung. Diese Vorgaben kommen von Ihrer Kanzlei.

So gehen wir vor

Wir beginnen mit einem Gespräch mit Ihnen und, wenn möglich, Ihrer Kanzlei. Dann legen wir fest, welche Daten in welchem Format wie oft übergeben werden. Vor dem Start lassen wir einen Testmonat von der Kanzlei probeweise einspielen. Jede Übergabe wird protokolliert, Fehler lösen eine Benachrichtigung aus.

Eine Referenz für automatisierte Abläufe ist fiber4net, dort mit weclapp und Shopify, nicht mit RZL. Wie wir Systeme verbinden, steht auf unserer Seite Systemintegration. Läuft Ihre Kanzlei mit BMD, lesen Sie unseren Beitrag zur BMD-Schnittstelle.

Ihre Entscheidung: Schicken Sie uns im Erstgespräch Ihre Systeme und ein paar Beispielrechnungen. Sie erfahren danach, ob ein Export reicht oder was eine eigene Übergabe kostet.

Quellen (abgerufen am 04.11.2026)

Häufige Fragen

Gibt es eine RZL-API?▾

Im öffentlichen RZL-Handbuch zum Datenimport für FIBU und EA, Stand November 2026, ist keine Programmierschnittstelle für den Direktzugriff beschrieben. Beschrieben ist der Import von Dateien. Ob es darüber hinaus etwas gibt, fragen Sie bei RZL an.

Kostet die RZL-Importschnittstelle extra?▾

Laut RZL wird die Schnittstelle für FIBU und EA derzeit ohne zusätzliche Kosten im Rahmen der Programmnutzung bereitgestellt. Unterstützung durch RZL und die Prüfung von Testdaten werden gesondert verrechnet.

Kann ich Buchungen im DATEV-Format in RZL importieren?▾

Ja, RZL FIBU und RZL EA haben laut RZL eine DATEV-Schnittstelle eingebaut, im CSV-Format ab Version 1.4 mit den Ergänzungen von Oktober 2015. Neuere Erweiterungen garantiert RZL nicht. Klären Sie den Fall vorab mit Testdaten.

Lassen sich Belege mit übergeben?▾

Das Handbuch beschreibt ein Feld Belegpfad, über das etwa PDF-, JPG- oder PNG-Belege zu Buchungen oder Journalzeilen mitgegeben werden können.

Haben Sie schon RZL-Anbindungen gebaut?▾

Nein, ein Referenzprojekt mit RZL haben wir nicht. Unsere Referenz für automatisierte Bestellabwicklung ist fiber4net mit weclapp und Shopify. Das RZL-Handbuch ist öffentlich, sodass wir den Aufwand vorab einschätzen können.

45 Minuten, kostenlos

Daten automatisch an RZL übergeben

Wir klären mit Ihnen und Ihrer Kanzlei, welcher Importweg passt und ob sich eine eigene Übergabe aus Shop oder ERP lohnt.

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