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Business Central Schnittstelle: Wege für KMU in Österreich

Adam Khalil
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Business Central hat eine öffentlich dokumentierte Programmierschnittstelle, online standardmäßig aktiv. Sie deckt etwa Kunden, Artikel, Aufträge und Rechnungen ab, zusätzliche Felder verlangen eine Erweiterung. Für BMD gibt es im Microsoft Marketplace eine App, für RZL fanden wir keine.

Kurz gesagt: Business Central hat eine öffentlich dokumentierte Programmierschnittstelle, die in der Online-Version standardmäßig aktiv ist. Sie deckt etwa Kunden, Artikel, Aufträge und Rechnungen ab. Zusätzliche Felder verlangen eine eigene Erweiterung. Zu BMD gibt es im Microsoft Marketplace eine App, zu RZL haben wir keine gefunden.

Ihr Shop, Ihre Branchensoftware oder Ihre Kanzlei arbeiten mit anderen Daten als Business Central, und jemand überträgt sie von Hand. Solche Verbindungen bauen wir. Wir von EA Digital Solutions in Graz sind kein Microsoft-Partner, verkaufen keine Lizenzen und haben noch kein Referenzprojekt mit Business Central. Dieser Beitrag fasst zusammen, was Microsoft veröffentlicht, Stand November 2026.

Was die Schnittstelle laut Microsoft kann

Laut Microsoft lassen sich mit der Schnittstelle Verbindungen zu Fremdsystemen bauen, in jeder Programmiersprache, die solche Aufrufe beherrscht. In Business Central Online ist sie standardmäßig aktiviert. Im eigenen Betrieb muss sie erst aktiviert werden. In Ihrem System zeigt die Seite API Overview, was tatsächlich verfügbar ist.

Über automatische Benachrichtigungen meldet Business Central laut Microsoft Änderungen an andere Systeme, unter anderem bei diesen Daten:

BereichDaten laut Microsoft
StammdatenKunden, Lieferanten, Artikel, Artikelkategorien, Mitarbeiter
VerkaufAngebote, Aufträge, Rechnungen, Gutschriften
EinkaufEinkaufsrechnungen
FinanzenSachkonten, Sachposten, Buchungsblätter

Ihre Entscheidung: Prüfen Sie zuerst auf der Seite API Overview in Ihrem Business Central, ob die benötigten Daten dabei sind. Sind sie es, ist eine Verbindung meist überschaubar. Wenn nicht, geht es um eine Erweiterung, wie im nächsten Abschnitt beschrieben.

Wo die Grenzen liegen

Grenze laut MicrosoftWas das für Sie heißt
Standardschnittstellen lassen sich nicht um Felder erweitern. Dafür muss der Code kopiert und eine eigene Schnittstelle erstellt werdenEigene Felder bedeuten eine Erweiterung im System. Das stimmen Sie mit Ihrem Betreuer ab
Benachrichtigungen kommen standardmäßig 30 Sekunden verzögert. Bei mehr als 1.000 Änderungen in dieser Zeit kommt eine SammelmeldungFast in Echtzeit, aber nicht sofort. Die Gegenseite muss Sammelmeldungen verarbeiten können
Power Automate verarbeitet solche Sammelmeldungen nichtBei Massenänderungen läuft ein Ablauf dort nicht an
Anmeldungen für Benachrichtigungen laufen nach drei Tagen ab, wenn sie nicht erneuert werdenEine Anbindung muss das selbst erledigen und überwachen
Ist die Gegenseite nicht erreichbar, versucht es Business Central mehrmals über 36 StundenLängere Ausfälle müssen abgefangen werden, sonst fehlen Daten

Die Mengengrenzen der Online-Version nennt Microsoft ebenfalls: je Benutzer 6.000 Anfragen in 5 Minuten, 5 gleichzeitig verarbeitete Anfragen, bis zu 100 Vorgänge in einem Sammelaufruf und 20.000 Einträge je Abruf. Wird das überschritten, lehnt das System Anfragen ab. Eine Anbindung muss das abfangen und später wiederholen.

Laut Microsoft ist die Grenze je Benutzer schnell erreicht, wenn eine Anbindung alle Aufrufe über einen einzigen Benutzer schickt. Für einen Shop mit normalem Bestellaufkommen sind diese Grenzen selten das Problem, für nächtliche Massenabgleiche schon.

Ihre Entscheidung: Schätzen Sie, wie viele Datensätze pro Tag fließen und ob eigene Felder dabei sind. Wenige Standardfelder sprechen für eine App oder eine kleine Verbindung, große Mengen und eigene Felder für einen sauber geplanten Ablauf.

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Wir klären mit Ihnen und Ihrem Business-Central-Betreuer, ob eine App reicht oder eine eigene Verbindung nötig ist.

Business Central und BMD

Im Microsoft Marketplace steht die App COSMO BMD NTCS Interface von COSMO CONSULT. Laut Eintrag tauscht sie Stammdaten, Sachposten und Zahlungen mit der BMD-Finanzbuchhaltung aus. Der Eintrag nennt Österreich als Land und die Editionen Essential und Premium, außerdem eine kostenlose Testversion. Zu Preis und Funktionsdetails steht dort wenig, getestet haben wir die App nicht.

Was BMD selbst zum Datenaustausch veröffentlicht, fasst unser Beitrag zur BMD-Schnittstelle zusammen.

Ihre Entscheidung: Geht es nur um Buchhaltung zwischen Business Central und BMD, fragen Sie zuerst COSMO CONSULT und Ihre Kanzlei, ob die App passt. Sind weitere Systeme beteiligt, etwa ein Shop, lohnt sich ein Blick auf den gesamten Ablauf.

Business Central und RZL

Eine fertige App für RZL haben wir bei unserer Suche im November 2026 nicht gefunden. Das heißt nicht, dass es keine gibt, fragen Sie auch Ihren Business-Central-Betreuer. RZL beschreibt aber im Handbuch Datenimport offen, wie Dateien aufgebaut sein müssen. Mehr dazu in unserem Beitrag zur RZL-Schnittstelle.

Ihre Entscheidung: Fragen Sie Ihre Kanzlei, welches Format sie annimmt. Eine Datei nach dem RZL-Handbuch aus Business Central zu erzeugen, ist ein klar abgrenzbarer erster Schritt.

Österreich-Funktionen prüfen

Die Seite zu Österreich nennt derzeit unter anderem Umsatzsteuerauswertungen, Liefermahnungen und Intrastat als verfügbar. SAF-T steht dort als geprüfte künftige Anforderung. BMD, RZL und ebInterface nennt die Seite nicht. Für E-Rechnungen klären Sie den Weg daher gesondert, siehe E-Rechnung.

Ihre Entscheidung: Listen Sie auf, was Sie im österreichischen Alltag brauchen, und klären Sie jeden offenen Punkt mit Ihrem Betreuer, bevor Sie eine Anbindung beauftragen.

Wer baut was?

AufgabeWer das typischerweise übernimmt
Lizenzen, Einrichtung, Erweiterung im SystemIhr Business-Central-Betreuer
Fertige App aus dem MarketplaceDer App-Anbieter
Verbindung zu Shop, Branchensoftware und Kanzlei, außerhalb von Business CentralWir
Festlegung von Format und SteuercodesIhre Kanzlei

Wir verbinden Business Central mit Ihren anderen Systemen, ohne dass Sie das ERP wechseln müssen, siehe Systemintegration. Wie so ein Ablauf aussehen kann, zeigt fiber4net, dort mit weclapp und Shopify, nicht mit Business Central. Was das kostet, steht in Was kostet eine Schnittstelle.

Ihre Entscheidung: Holen Sie Ihren Betreuer früh dazu. Im Erstgespräch klären wir, welcher Teil bei uns liegt und welcher bei ihm, und Sie bekommen einen Festpreis für unseren Teil.

Quellen (abgerufen am 04.11.2026)

Häufige Fragen

Hat Business Central eine offizielle Schnittstelle?▾

Ja. Microsoft dokumentiert eine Programmierschnittstelle in Version 2.0. In Business Central Online ist sie laut Microsoft standardmäßig aktiviert, bei eigenem Betrieb muss sie aktiviert werden.

Gibt es eine fertige Verbindung zu BMD?▾

Im Microsoft Marketplace steht die App COSMO BMD NTCS Interface von COSMO CONSULT. Laut Eintrag tauscht sie Stammdaten, Sachposten und Zahlungen aus. Die Einträge nennen Österreich als unterstütztes Land. Getestet haben wir sie nicht.

Gibt es eine fertige Verbindung zu RZL?▾

Wir haben bei unserer Suche im November 2026 keine gefunden. RZL beschreibt aber einen öffentlichen Datei-Import, an den sich eine Übergabe anbinden lässt.

Kann ich zusätzliche Felder über die Standardschnittstelle übertragen?▾

Nein. Laut Microsoft lassen sich die Standardschnittstellen derzeit nicht um Felder erweitern. Dafür muss der Programmcode kopiert und daraus eine eigene Schnittstelle gebaut werden.

Haben Sie schon Business Central angebunden?▾

Nein, ein Referenzprojekt mit Business Central haben wir nicht. Unsere Referenz für automatisierte Bestellabwicklung ist fiber4net mit weclapp und Shopify.

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